Selbsttest: Ein erster Schritt, um sich selbst besser zu verstehen
Warum ich die Selbsttests erstellt habe
Kennst du das, wenn man merkt: Irgendwas ist gerade nicht rund?
Vielleicht ist es gar nichts Riesiges. Kein Drama. Kein Zusammenbruch. Aber da ist dieses Gefühl, dass etwas drückt. Man grübelt mehr als sonst, reagiert empfindlicher, fühlt sich schneller überfordert oder merkt, dass sich bestimmte Situationen immer wiederholen.
Und dann kommt oft die Frage: „Ist das schon ein Thema für Beratung? Oder stelle ich mich einfach an?“
Genau für diesen Moment habe ich die Selbsttests erstellt.
Nicht, um dich in eine Schublade zu stecken. Nicht, um dir zu sagen, was mit dir los ist. Und auch nicht, um eine Diagnose zu stellen. Sondern damit du einen ersten ehrlichen Blick auf dich, deine Situation oder eure Beziehung werfen kannst.
Warum so ein Selbsttest überhaupt sinnvoll sein kann
Viele Menschen warten ziemlich lange, bevor sie sich Unterstützung holen. Oft, weil sie denken: „So schlimm ist es ja noch nicht.“ Oder: „Andere haben sicher größere Probleme.“ Oder: „Ich müsste erst mal genau wissen, was eigentlich mein Thema ist.“
Aber genau das ist ja manchmal der Punkt: Man weiß es eben noch nicht so genau.
Man spürt nur, dass etwas nicht mehr so leicht ist. Dass Gedanken kreisen. Dass Gespräche anstrengender werden. Dass man immer wieder in ähnliche Muster rutscht. Dass man sich selbst manchmal nicht richtig versteht.
Ein Selbsttest kann da helfen, etwas zu sortieren.
Nicht im Sinne von: Am Ende weißt du alles. Sondern eher: Du bekommst ein bisschen mehr Gefühl dafür, wo du gerade stehst.
Was beim Ausfüllen passieren kann
Beim Beantworten der Fragen geht es nicht darum, „richtig“ oder „falsch“ zu antworten. Es geht eher darum, kurz ehrlich hinzuschauen.
Vielleicht merkst du bei einer Frage: „Ja, das kenne ich total.“
Vielleicht denkst du bei einer anderen: „Puh, darüber habe ich noch nie so nachgedacht.“
Oder du spürst: „Eigentlich belastet mich das schon länger, als ich zugeben wollte.“
Und genau das kann schon etwas in Bewegung bringen.
Manchmal reicht es, eine Frage zu lesen, um plötzlich Worte für etwas zu finden, das vorher eher diffus war.
Für wen die Selbsttests gedacht sind
Die Tests sind für alle, die gerade ein bisschen besser verstehen möchten, was los ist.
Der Selbsttest für Einzelpersonen schaut auf Themen wie Grübeln, innere Unruhe, wiederkehrende Muster, Selbstzweifel, Grenzen, Entscheidungen oder dieses Gefühl, irgendwie nur noch zu funktionieren.
Der Selbsttest für Paare schaut auf Dinge wie Kommunikation, Nähe, Streit, Rückzug, Vertrauen, alte Verletzungen und die Frage, ob man als Paar gerade noch gut miteinander in Kontakt ist.
Du musst dafür kein „großes Problem“ haben. Du musst auch nicht schon wissen, ob du Beratung brauchst. Es reicht, wenn du neugierig bist und dir einen Moment Zeit nehmen möchtest.
Was der Selbsttest kann und was nicht
Ein Selbsttest ersetzt natürlich kein persönliches Gespräch. Er kann nicht alles sehen, was dich oder euch ausmacht. Und er entscheidet auch nicht über dich.
Aber er kann ein Anfang sein.
Er kann zeigen: Vielleicht ist gerade alles im grünen Bereich.
Oder: Da gibt es ein paar Themen, die ich mir genauer anschauen könnte.
Oder auch: Ich trage schon ziemlich viel mit mir herum und es wäre vielleicht gut, damit nicht allein zu bleiben.
Für mich ist wichtig: Es geht nicht um Druck. Es geht um Orientierung.
Vielleicht ist genau das der erste Schritt
Manchmal braucht es gar keinen riesigen Plan. Manchmal beginnt Veränderung mit einer einfachen, ehrlichen Frage:
Wie geht es mir eigentlich gerade wirklich?
Was wiederholt sich immer wieder?
Was tut mir nicht gut?
Was wünsche ich mir anders?
Und was brauche ich vielleicht, damit es wieder leichter wird?
Wenn du nach dem Selbsttest merkst, dass dich etwas weiter beschäftigt, kannst du dich gerne melden.
Ganz unverbindlich.
Nicht, weil sofort alles geklärt sein muss. Sondern weil es manchmal gut tut, nicht allein sortieren zu müssen.
